Pressestimmen

Jahresfeier des Musikverein Uhlbach am 06.12.2008

Auch in diesem Jahr bildete die Jahresfeier den vorweihnachtlichen Abschluss des Vereinsjahres des Musikverein Uhlbach. Der Musikverein präsentierte seinen Mitgliedern und Freunden in der gut besuchten Turn- und Festhalle des TSV Uhlbach wieder ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm.

Unter der Leitung ihres Dirigenten Thomas Winkler eröffnete die Jugendkapelle den Abend mit dem „Mini March“ von Scott McKenzie. Als „Premiere“ saßen in diesem Jahr nicht nur die Nachwuchsmusikerinnen und –musiker des Musikverein Uhlbach auf der Bühne, sondern diese wurden verstärkt durch den Nachwuchs der Musikvereine Obertürkheim und Hedelfingen, so dass dadurch eine zahlenmäßig starke Truppe auf der Bühne saß. Bereits in den vergangenen Wochen wurde gemeinsam geübt und auch das Übungswochenende gemeinsam durchgeführt. Das weitere Programm mit dem Super-Hit „Y.M.C.A.“ der Village People, sowie den Stücken „Ground Bass“, „4D-Blues“ und dem Stück „Pop Rock“ ebenfalls von Scott McKenzie fanden so den verdienten langenhaltenden Beifall. Wie immer hatte Jugenddirigent nicht nur die gute Idee mehrere Jugendkapellen zu einer harmonischen Gruppe zusammen zu führen, sondern auch wieder ein gutes „Händchen“ bei der Stückeauswahl bewiesen.

Nach einer Pause in der wieder die Lose für die gut bestückte Tombola verkauft wurden, eröffnete die Stammkapelle, ebenfalls unter der Leitung von Thomas Winkler ihr Programm. Das Stück „Pacis Valley“ des Belgiers Ben Haemhouts bildete gleich ein Highlight des diesjährigen Konzertprogramms. Das Stück beschreibt musikalisch zwei Naturkatastrophen im 16. Jahrhundert als ein flämisches Dorf und ein Kloster monatelang überschwemmt wurden. Weiter ging es im abwechslungsreichen Programm nach „Oregon“ in den Nordwesten der Vereinigten Staaten. Eine Reise mit der Northern Pacific Railroad durch die faszinierende Landschaften Oregons bei der man Indianern, Cowboys und auch Pferden mit Planwagen begegnet. Für den folgenden Titel „from a Distance“ gewann Bette Midler 1991 einen Grammy für den besten Song des Jahres. Die Solo-Trompete spielte Ricardo Dias Loureiro. Mit “Moment für Morricone“ entführte die Stammkapelle die Konzertbesucher noch einmal in den Wilden Westen, allerdings zur Sparte „Spaghetti-Western“. Ennio Morricone wurde für seine Filmmusiken für die Italo-Western weltberühmt. Wer kennt nicht Charles Bronson mit seiner Mundharmonika in „Spiel mir das Lied vom Tod“. Anschließend wurde mit dem C-Jam Blues von Edward Kennedy „Duke“ Ellington zünftig improvisiert. Jürgen Lenz an der Trompete und Oliver Mayer an der Posaune begeisterten als Solisten das Publikum. Zum Abschluss des Konzertes spielte die Stammkapelle mit „Klarus-Sterne“ zu deutsch „Das Leuchten der Sterne“ einen der bekanntesten Kompositionen des tschechischen Komponisten Frantisek Manas. Als Zugabe nach dem lange anhaltenden Applaus und als Einstimmung auf das anstehende Weihnachtsfest verabschiedete sich die Stammkapelle des Musikverein Uhlbach mit „The First Noel“ einem englischen Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert in einer Bearbeitung für Blasorchester.

Auch in diesem Jahr durften wieder sowohl aktive als auch passive Mitglieder des Musikverein geehrt werden. So konnten in diesem Jahr Heinz Mulfinger und Richard Merkle für 25 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt werden. Roland Bühler und Herbert Moll-von Berg wurden von Kreisverbandsjugenleiterin Renate Beck-Winkler für 30 bzw. 40 Jahre aktive Musikertätigkeit geehrt. Beide waren bereits vor Ihrer aktiven Zeit beim Musikverein Uhlbach in anderen Blasmusikkapellen aktiv.

Völlig ungewohnt betrat auch Bezirksvorsteher Peter Beier in diesem Jahr die Bühne. Er zeichnete Trautl und Otto Bender für ihr 30-jähriges unermüdliches ehrenamtliches Engagement mit der Ehrenmünze der Stadt Stuttgart aus. Die Überraschung wurde im Vorfeld sorgfältig geheim gehalten, so dass Trautl und Otto wirklich keine Vorahnung hatten.

Durch das Programm führte in bewährter Weise Roland Bühler der auch wieder einige zusätzliche Informationen zu den einzelnen Stücken beisteuerte.

Traditionell endet die Jahresfeier den Musikverein eher weniger musikalisch. Nachdem im letzten Jahr ein filigranes Männerballett das Publikum zum Abschluss beeindruckte, wurde es in diesem Jahr von Dr. Wolf Wölfel, Akademischer Direktor am Physikalischen Institut der Universität Stuttgart „verzaubert“. Was auf den ersten Blick wirkt wie Zauberei wird von Wolf Wölfel jedoch genau erklärt, so dass die Phänomene verstanden werden und Spaß an der Physik geweckt wird. Kein Wunder, dass es während seiner „Experimentierstunde“ nahezu mucksmäuschenstill im Saal war. Nachdem dann doch 17 aufgeblasene Luftballons in eine kleinen Zylinder gepasst hatten und wieder unbeschadet „herausgezaubert“ wurden war die Begeisterung und der Beifall groß.

Abschließend erfolgte noch die Ausgabe der Tombolagewinne, die auch in diesem Jahr gewohnt reichhaltig bestückt war, so dass viele Besucher wieder ordentlich zu tragen hatten. Ein unterhaltsamer Abend war wieder wie im Fluge vorbeigegangen.

Bei allen Gästen, Musikerinnen und Musikern, Helferinnen und Helfern vor und hinter den „Kulissen“, sowie allen Spendern für die Tombola bedankt sich die Vereinsleitung des Musikverein Uhlbach und wünscht allen ein gutes, erfolgreiches und friedvolles Jahr 2009. (R.Faißt)

 

Uhlbach räumt noch mehr aus

Am Samstag 05. Juli 2008 fand die zweite gemeinsame Alteisensammlung des Musikverein Uhlbach und der Evangelischen Kirchengemeinde statt.

Vor der ersten Sammlung im Dezember 2007 spekulierten alle ob sich eine Alteisensammlung eigentlich lohnt. Diese Spekulationen beendeten alle „Spender“ sehr eindeutig mit rund 11 Tonnen Alteisen.

Für die zweite gemeinnützige Sammlung wurde deshalb ganz erheblich am Logistik-Konzept gefeilt. Sammelten bei der ersten Sammlung im Wesentlichen ein Pkw und ein Traktor jeweils mit Anhänger das allermeiste Alteisen ein, waren nun 1 Lkw, 2 Pkw und wieder der Traktor jeweils mit Anhänger unterwegs um die abgestellten oder angemeldeten „Spenden“ einzusammeln. Verbunden war die Verstärkung der Flotte natürlich auch mit mehr „Manpower“, sprich fleißigen und starken Helfern. Musikverein Vorstand Horst Braun hatte außerdem eine ausgefeilte Tourenplanung erstellt, so dass diverse Arbeitslisten verteilt und abgefahren werden konnten.

Ohne Weiterentwicklung des Logistik-Konzepts wäre die Anzahl der Touren und der damit angefallenen Alteisenmenge an einem Tag eindeutig nicht bewältigbar gewesen. Der erste Container wurde Dank der guten Zusammenarbeit mit der Fa. Sickeler Metallrecycling bereits um 11.30 Uhr getauscht und wurde vorab sehr intensiv befüllt. Der zweite Container war bis zum späten Nachmittag ebenfalls randvoll gefüllt. Einige sperrige Dinge bedurften noch eines weiteren Transports. Diverse Teile aus Edelstahl, Messing etc. wurden bereits vorab getrennt und separat abgeholt.

Bei immer guter Stimmung und trotz harter Arbeit viel Spaß bei allen Beteiligten wurde das Ergebnis der ersten Sammlung nochmals sehr deutlich übertroffen. Rund 18 Tonnen Altmetall wurden eingesammelt, davon ca. 400 kg „Edelmetall“. Da der Preis für Alteisen seit der ersten Sammlung im Dezember 2007 erheblich angestiegen ist, kommt dadurch ein erfreulicher Betrag zustande, der sowohl dem neuen Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde, als auch der Jugendarbeit des Musikvereins zu Gute kommen wird.

Fazit: Die zweite Alteisensammlung machte allen viel Spaß. Sammeln im Sommer macht eindeutig wesentlich mehr Spaß als im kalten Dezember. In Uhlbacher Kellern Schuppen etc. lagern sicherlich noch immer einige „Alteisen-Schätze“, die bei späteren Sammlungen gehoben werden könnten. Voraussichtlich wird deshalb zukünftig einmal jährlich eine weitere Sammlung durchgeführt werden.

Herzlichen Dank an Frau Pfarrerin Goth, die zur Stärkung ein geniales Mittagessen in der Begegnungsstätte organisiert hatte. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die beiden Köchinnen, die das Essen zubereitet haben. Vielen Dank natürlich auch an alle Spender aus Uhlbach, Ober- und Untertürkheim, Luginsland, Hedelfingen und sogar Riedenberg, die großzügig ihre Keller, Schuppen etc. geleert haben.